Warum ein Webseitenprojekt ein Performancebudget braucht

Warum ist ein Performancebudget wichtig?

Bei der Konzeption von Websites sollte den Nutzern mit Respekt gegenüber getreten werden. Dabei gilt es vor allem wertvoll mit der Zeit des Nutzers umzugehen.

Weshalb wird dazu ein Web-Performance-Budget benötigt?

Ein Web-Performance-Budget setzt Limits, die die Site-Performance beeinflussen, und die in Design und Entwicklung der Webprojekte nicht überstiegen werden sollen. Das kann die totale Seitenanzahl, die Größe der hochgeladenen Bilder oder auch die Anzahl von Serveranfragen (HTTP-Requests) sein, die die Website stellt um eine Seite vollständig laden zu können. Mehr als zwei Sekunden Ladezeit empfinden Nutzer bereits als Wartezeit  – Diese Zeit sollte als Perfomance-Budget (Zeitbudget) festgelegt werden.

Wie kann das Budget festgelegt werden?

Am effektivsten ist es, das Budget zu Beginn des Projektes festzulegen, um eine Zusammenarbeit zwischen Designer und Entwickler zu gewährleisten. Was dabei beachtet werden sollte bzw. welche Limits gesetzt werden könnten:

  • maximale Ladezeit für festgelegte Geräte und Anbindung (z.B. iPhone 6, 3G-Netz)
  • maximale Dateigröße
  • maximale Größe der Bilder, die hochgeladen werden
  • Gesamtanzahl von Serveranfragen (HTTP-Requests), die pro Seite erlaubt sind
  • einen Grenzwert setzen, um Google’s Speed Index zu erreichen

Dieses Budget sollte bei der Konzeption der Website oder des Shops stets beachtet werden. Alle Seitenelemente wie – HTML, CSS, JavaScript und Bilder müssen sich die festgelegten Größen teilen.

Nicht zu vergessen ist es, auch für mobile und langsame Geräte zu optimieren. Laut Cisco’s 2016 VNI Report machen 2G Geräte noch immer 13% aller globalen mobilen Verbindungen aus. Es ist also wichtig daran zu denken, dass nicht jeder Zugang zu 4G oder noch schnelleren Verbindungsgeschwindigkeiten hat.

Ein anderer Weg, um zu Beginn einen Überblick zu erlangen, ist es zu analysieren, wie die Performance Ihrer Konkurrenz ist. Höchstwahrscheinlich gibt es einen oder zwei Konkurrenten, die eine gute Website-Performance zeigen und als Benchmark herangezogen werden können.

Die Ladezeit entscheidet über den Erfolg einer Seite im eCommerce mit und prägt die User-Experience. Und es stellt sich die Frage, wie lange es dauert, bis die Nutzer die Website verwenden können.

Positive Effekte einer kurzen Ladezeit

Die positiven Effekte zeigen sich vor allem im erhöhten Traffic und Umsatzsteigerung.

Amazon hat beispielsweise festgestellt, dass mit einer Verbesserung der Ladezeit um 100 ms der Umsatz um 1 % stieg.

Nachträgliche Verbesserungen der Performance sind schwieriger umzusetzen und spiegeln sich vor allem in der Entwicklungszeit (Änderungen des Programmiercodes, Server- und Bilderoptimierung), den Kosten und der Ästhetik (Entfernung von Bildern, Schriften, Sonderfunktionen) wieder.

Optimieren Sie die Performance deshalb zu Beginn jedes Projektes!

Zwei wirklich nützliche Tools:

  1. Performance Budget –  Das Performance-Budget-Tool von Jonathan Fielding, das dabei hilft, ein Performance Budget zu berechnen
  2. Browser Calories – Browser Calories von Zeno Rocha eine Browser Extension für Chrome, Firefox und Opera basierend auf Top 100 Websites

Fazit: Die Verwendung eines Web Performance Budgets hilft Ihnen als Referenz herauszufinden, was für Ihre Website möglich ist und was nicht. Wenn etwas Ihre Website verlangsamt, gilt es einen Weg zur Optimierung zu finden oder möglicherweise wird es Zeit, etwas fallen zu lassen. Die wesentliche Idee und Vorteil des Web-Performance-Budgets liegt darin, Ziele für Ihre Website zu setzen, um die gewünschte Performance und eine angenehme User-Experience zu erreichen.


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