Storytelling im Content-Marketing

So setzen Sie Geschichten im B2B richtig ein

Im B2B-Content-Marketing ist die Präsentation Ihres Contents ebenso entscheidend wie die Botschaft selbst. Verpacken Sie Zahlen und Fakten Ihrer Produkte oder Dienstleistungen in Geschichten, um Ihre Zielgruppe emotional zu erreichen. In diesem Artikel erfahren Sie, warum Sie Storytelling im B2B-Content-Marketing einsetzen sollten und worauf Sie dabei achten sollten.

Wer diesen Artikel lesen sollte:

  • Alle, die mit Geschichten Ihre Neukundengewinnung verbessern wollen
  • B2B-Unternehmer:innen, die mit Storytelling mehr Leads generieren möchten
  • Content-Marketing-Manager:innen, die Ihr Storytelling auf das nächste Level bringen wollen
Storytelling im b2b content marketing
Alexander Bur
Autor

Alexander Bur

Business Development Manager

Was ist Storytelling im Content-Marketing?

Storytelling ist die Kunst, komplexe Informationen und Fakten in interessante Geschichten zu verwandeln. Sie verbinden rationale Inhalte mit einer emotionalen Erzählweise, die Ihnen Authentizität verleiht. Auf diese Weise begeistern und binden Sie Ihre Zielgruppe an Ihr Unternehmen.

Storytelling gibt Ihnen Raum, Ihre Marke, Ihre Produkte oder Ihre Dienstleistungen in eine fesselnde Geschichte zu verpacken. Gutes Storytelling baut Spannung auf und ist unterhaltsam. Es bindet den Leser an die Geschichte und sorgt für eine höhere Verweildauer auf Websites und erhöht die Conversion-Rate.

Es kommt auf die Botschaft an

Im Storytelling kommt es auf eine einfache Botschaft an. So können Sie sicher sein, dass Ihre Leser die Geschichte verstehen und sich im besten Fall damit identifizieren können. Vergessen Sie komplizierte Botschaften, die verwirren.

Eine klare Botschaft weckt Emotionen und hält die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe. Im Marketing hilft Ihnen das, effektiver mit Ihrer Zielgruppe zu kommunizieren und sie zu überzeugen. Kurze, prägnante Storys bleiben im Gedächtnis und helfen Ihnen dabei, Neukunden zu gewinnen.

Denken Sie bei der Konzeption einer Botschaft daran: Sie sind nicht der Held Ihrer Geschichte, sondern Ihr Kunde. Beschränken Sie sich pro Story also auf eine Botschaft, die nicht länger als ein Satz ist.

Starke Storys haben Struktur

Im Content-Marketing lebt Storytelling von Inspiration und Kreativität. Ihre Story verfolgt aber dennoch ein Ziel: Sie soll für Aufmerksamkeit sorgen. Damit Sie dieses Ziel erreichen, braucht Ihre Story Struktur.

Vier Story-Elemente sorgen für Struktur

Um den Fokus zu behalten, hilft es Ihnen im Vorfeld ein Konzept oder eine Struktur auszuarbeiten. Machen Sie sich dazu Gedanken zu den vier Story-Elementen:

1. Welches Ziel verfolgen Sie mit Ihrer Story?

Das Ziel einer Story im B2B-Content-Marketing könnte sein, das Verständnis Ihrer Zielgruppe für die kontinuierliche Innovation und Anpassung an neue Technologien zu verbessern, weil dies entscheidend für den Erfolg im sich wandelnden Geschäftsumfeld ist.

2. Wer ist der Held oder die Heldin Ihrer Geschichte?

Der Held oder die Heldin Ihrer Geschichte könnten Mitarbeiter:innen oder Führungskräfte in Ihrem Unternehmen oder dem eines Kunden sein, die vor Herausforderungen stehen, die durch eine innovative Lösung überwunden werden können.

3. Was ist der Konflikt?

Der Konflikt könnte in der Notwendigkeit liegen, veraltete Systeme zu aktualisieren, um mit wachsenden Anforderungen Schritt zu halten, um Effizienzverluste und Wettbewerbsdruck zu verringern.

4. Wie sieht die Lösung des Konflikts aus?

Die Handlung könnte die Implementierung der innovativen Lösung sein, begleitet von Schulungen für die Mitarbeiter, Anpassungen an den Arbeitsabläufen und letztendlich der Erfolg des Unternehmens aufgrund der Modernisierung.

Nutzen Sie den Golden Circle

Das Prinzip des Golden Circle von Simon Sinek hilft Ihnen ebenfalls den Fokus Ihres Storytellings zu bestimmen. Fragen Sie sich:

  • Warum Sie etwas tun, welchen Antrieb es gibt und was Sie (emotional) dazu bewegt
  • Wie Sie etwas umsetzen, um Ihr Ziel zu erreichen
  • Was bieten Sie an, bzw. was möchten Sie darstellen

Ihr Fokus liegt auf dem warum. Denn die Beweggründe und Motivationen, aus denen wir etwas tun, sind oft mit Emotionen verknüpft. Wenn Sie also das „Warum“ ergründen, holen Sie Ihre Leser leichter auf emotionaler Ebene ab.

5 psychologische Trigger, warum Storytelling im Marketing funktioniert

1. Ambiguity Effekt

Ambiguity lässt sich mit „Mehrdeutigkeit“ übersetzen. Komplexe, fachbezogene Konzepte sind oft schwer eindeutig zu definieren. Versuchen Sie, Ihr Konzept voller Fakten und Fachsprache zu erklären, führt das oft zu Unsicherheiten. Also etwas, was wir Menschen instinktiv vermeiden.

Storytelling hilft Ihnen, Ihrer Zielgruppe ein klares Bild zu vermitteln. Sie beschreiben Ihr Konzept nicht, sondern erzählen eine anschauliche Story, wie es z.B. ein reales Problem eines Kunden gelöst hat.

2. Curiosity

Curiosity, oder Neugierde, ist ein fundamentaler menschlicher Antrieb, der uns dazu motiviert, Neues zu entdecken und verstehen zu wollen.

Im Kontext von Storytelling wecken Sie Neugierde, indem Ihre Geschichten Spannung erzeugen und Fragen aufwerfen. Z.B. kann eine Geschichte mit einem Cliffhanger am Ende den Leser dazu anregen, mehr erfahren zu wollen.

Durch die Aktivierung der Neugierde wird das Engagement erhöht und die Aufmerksamkeit des Publikums gefesselt, was die Botschaft effektiver vermittelt.

3. Emotional Resonance

Emotional Resonance (emotionale Resonanz) bedeutet, dass Sie die Emotionen, Wünsche und Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe verstehen und mit Ihrer Story anregen. Sie ermöglichen es, dass sich Ihre Zielgruppe mit Ihre „Held“ oder „Heldin“ identifizieren und mitzufühlen kann.

Die Resonanz stärkt die Emotionale Bindung zwischen Ihrer Brand und Ihrer Zielgruppe. Diese emotionale Verbindung verstärkt die positive Wirkung der Botschaft und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

4. Framing

Der Zauber hinter Framing steckt in der richtigen Wortwahl. Worte sind positiv und negativ „geladen“. Diese Ladung nutzen Sie, um eine Wahrnehmung zu erzeugen. Denken Sie z.B. an „billig“ und „preiswert“. Beides sagt im Kern Dasselbe aus, dennoch würden Sie vermutlich ein „preiswertes“ Produkt einem „billigen“ vorziehen.

So beeinflussen Sie durch geschicktes Framing eine Perspektive oder Interpretation Ihrer Geschichte, lenken die Meinungsbildung und verstärken bestimmte Emotionen oder Überzeugungen.

5. Mere-Exposure-Effekt

Die meisten Menschen mögen eher das, was Sie kennen. Der Mere-Exposure-Effekt heißt zu Deutsch so viel wie „Wiederholungs-„ oder „Gewöhnungseffekt“.

Erzählen Sie z.B. wie Ihr Produkt Ihrem Kunden geholfen hat, lassen Sie dieses Produkt von Beginn an in Ihre Story einfließen. Variieren Sie die Wortwahl, aber bleiben Sie bei der Kernaussage zu Ihrem Produkt konsistent. So führen Sie durch Ihre Story nach und nach Ihr Produkt an die Leserschaft, was die Bindung und Akzeptanz beim Lesen stärkt.

FAQs zum Storytelling

7 Storytelling Arten für Ihr B2B-Content-Marketing

Grade für Einsteiger ist es hilfreich, sich auf eine Perspektive oder Erzählweise zu fokussieren. Die folgenden 7 Arten von Storytelling geben Ihnen Ansätze zur Strukturierung Ihrer Geschichte mit an die Hand.

  1. Brand Storytelling: Erzählen Sie die Essenz und Identität Ihrer Marke, indem Sie Ihre einzigartige Geschichte und Werte hervorheben. Schaffen Sie eine emotionale Bindung und Identifikation zwischen der Marke und Ihrem Publikum.
  2. Persönliches Storytelling: Durch das Teilen Ihrer individuellen Erfahrungen und Emotionen entsteht eine tiefe Verbindung zum Publikum. Es ermöglicht Einblicke in die persönliche Reise, Herausforderungen und Triumphe, die Authentizität und Vertrauen fördern.
  3. Kunden-Storytelling: Hier stehen die Erfahrungen und Perspektiven Ihrer Kundinnen und Kunden im Mittelpunkt. Geschichten und Feedbacks von echten Erfahrungen und Eindrücken geteilt werden, stärken die Glaubwürdigkeit und bauen ein Vertrauensverhältnis auf.
  4. Interaktives Storytelling: Dieser Ansatz erlaubt es dem Publikum, aktiv am Erzählprozess teilzunehmen. Sie schaffen personalisierte Erfahrungen, indem Sie es dem Publikum ermöglichen, Entscheidungen zu treffen und den Verlauf der Geschichte zu beeinflussen.
  5. Visuelles Storytelling: Nutzen Sie Bildern, Grafiken und Videos, um komplexe Botschaften zu vereinfachen und ansprechend zu präsentiert. So wecken Sie Emotionen auf einer neuen Ebene und vermitteln effektiv Informationen.
  6. Lineares Storytelling: Bei diesem traditionellen Erzählstil folgen Sie einer klaren, chronologischen Struktur. Diese Erzählweise eignet sich besonders gut, wenn Sie ein höchst komplexes Konzept oder Produkt vorstellen möchten.
  7. Nicht-lineares Storytelling: Erzählen Sie eine dynamische Geschichte und spielen Sie mit Zeit, Struktur und Perspektive. Lockern Sie z.B. eine Erfolgsgeschichte mit Flashbacks auf oder zeigen Sie die Perspektiven einer Geschäftsbeziehung durch mehrere Handlungsstränge.

Wählen Sie die passende Atmosphäre für Ihre Story

Nachdem Sie sich für eine Erzählart entschieden haben, überlegen Sie, welche Emotionen Sie wecken möchten. Je nach Emotionen und Wirkung, brauchen Sie eine andere Atmosphäre. Schreiben Sie entweder eine Komödie zum Schmunzeln oder eine spannende Heldenreise mit harten Kämpfen und einer Rückkehr nach einem triumphalen Sieg über den Feind.

Ihre 3 Key-Takeaways aus diesem Artikel

Schreiben Sie eine Geschichte für Ihre Zielgruppe, mit der sie sich identifizieren kann. Treffen Sie die Interessen, Wünsche und Herausforderungen Ihrer Zielgruppe mit der passenden Wortwahl. So stärken Sie die Bindung zu Ihrer Kundschaft und Zielgruppe.

Planen Sie Ihre Story und setzen Sie auf Struktur, damit Sie komplexe Themen veranschaulichen und Ihre Leserschaft gleichzeitig auf emotionaler Ebene bewegen. Das hilft Ihnen, Ihre Leserschaft durch die Geschichte zu führen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Seien Sie kreativ und wählen Sie eine Story, die zu Ihnen passt. Ihre Story spiegelt Ihre Brand, Ihr Produkt und Ihre Philosophie wider. Sie entscheiden, in welche Richtung Ihre Story geht.

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