Mobile First

Mobile First – Diese SEO-Fehler sollten Sie nun vermeiden

Seit September 2018 gilt der Mobile First Index von Google. Hat sich die Performance Ihrer Website in der Google Suche seitdem verschlechtert? Dann könnte dies an einer mangelnden Optimierung für mobile Endgeräte liegen. Denn wie mobile friendly Ihre Website ist, ist inzwischen ausschlaggebend für deren Ranking bei Google.

Was heißt Mobile First?

Der Begriff Mobile First ist eine Kurzform für den sogenannten „Mobile First Index“, welcher von Google im September 2018 eingeführt wurde. Alle Websites werden seitdem zuerst in Ihrer mobilen Version von Google in den Suchindex aufgenommen und bewertet, was bedeutet, dass seitdem die mobile Version einer Website deren Ranking in der Google-Suchmaschine bestimmt.

Themen in diesem Blogartikel:

Was hat sich durch Mobile First geändert?

Zuallererst werden Crawling-Anfragen von Google für Ihre Website zukünftig von einem mobilen Crawler getätigt. Dieser sieht die Website so, wie ein mobiler Nutzer sie sehen würde.

Websites, die nur für Desktop-Geräte optimiert sind und eine mobil kaum nutzbare Seite anbieten, müssen damit rechnen, dass sie möglicherweise Ranking-Einbußen erleiden. Denn Mobile Friendliness ist nun ein offizieller Ranking-Faktor. Indexiert werden weiterhin alle Websites, auch solche, die gar keine mobile Version anbieten.

Sollten Sie separate URLs für Mobilgeräte anbieten, zeigt Google den mobilen Nutzern die mobile URL und den Desktop-Nutzern die Desktop-URL an. Indexiert wird jedoch nur noch der Inhalt der der mobilen URL. (Ein Punkt, der für Nutzer von Responsive Design mit identischen URLs für Desktop- und Mobilgeräte nicht relevant ist.)

Das Google Ranking Ihrer Website wird in Zukunft hauptsächlich von deren mobilen Erscheinungsbild bestimmt.

Warum fand die Umstellung auf Mobile First statt?

Google begründet den Schritt der Umstellung auf Mobile First-Indexing mit der Tatsache, dass inzwischen die Mehrheit der Nutzer (> 60 %) über mobile Anfragen auf Webseiten gelangt und die mobile Nutzbarkeit daher inzwischen wichtiger geworden ist.

Schon länger gibt es einen neuen Denkansatz im Webdesign, der die Entwicklung bei der zunehmenden Nutzung von Smartphones berücksichtigt und zu einer immer mehr auf mobile Endgeräte ausgerichteten Website-Gestaltung führt. Der Responsive-Design Ansatz bewirkt inzwischen, dass Websites oftmals zuerst in ihrer mobilen Version optimiert und das Ergebnis dann auf größere Desktop-Bildschirme übertragen werden.

Vorteile von Mobile First

Der zentrale Vorteil ist eine bessere Zugänglichkeit von Websites und eine optimierte Nutzerführung auf Mobilgeräten von Anfang an. Vor allem die Ausrichtung auf Touchsteuerung ist hierbei bedeutend. Bei Websites, die zunächst für Desktop-Anwendung optimiert wurden, wird oft die unterschiedliche Bedienbarkeit durch Touch auf dem Smartphone außer Acht gelassen. Ein weiterer Vorteil ist, dass umgekehrt Desktop-Seiten von der Reduktion auf und der klaren Darstellung von wesentlichen Inhalten einer Seite profitieren: der Zweck bzw. das Thema einer Seite werden klarer kommuniziert.

Mögliche Nachteile von Mobile First

Eine Hauptsorge von Kritikern an dem Mobile First Ansatz ist, dass diese Art der Website-Konzeption zu sehr bei der Gestaltung einschränke und die User-Experience am PC durch eine kompliziertere Usability leide. Zudem würden Desktop-Seiten, die auf Mobile First Basis optimiert wurden, oftmals zu minimalistisch wirken.

Wird meine Website schon Mobile First indexiert?

Um das herauszufinden, müssen Sie lediglich einen Blick in Ihre Google Search Console werfen. Hier wird in dem Falle eine Meldung unten rechts angezeigt, wann die Umstellung auf Mobile First-Indexierung für Ihre Website stattgefunden hat.

Google Search Console Meldung zur Umstellung auf Mobile First

Diese Meldung erhalten Sie, wenn Ihre Website auf Mobile First umgestellt wurde

Zum jetzigen Zeitpunkt (Mitte 2019) ist davon auszugehen, dass inzwischen alle Websites Mobile First indexiert werden. Sie können also auch dann davon ausgehen, wenn Ihnen diese Meldung nicht (mehr) angezeigt wird.

Was sind die Auswirkungen auf die Indexierung meiner Website?

Wie sich die Umstellung auf die Indexierung Ihrer Website in der Google Suchmaschine auswirkt, hängt vor allem davon ab, ob und wie Sie eine mobile Version Ihrer Seite umgesetzt haben.

Haben Sie unterschiedliche URLs für Desktop und Mobil, wird in Zukunft die Mobile URL bevorzugt indexiert.

Hier sehen Sie eine Übersicht, wie Google mit den verschiedenen Mobil-Lösungen hinsichtlich der Indexierung umgeht:

Lösung für Mobilgeräte Wie Google die Seite indexiert
Nur Desktop: Ihre Website ist nur für Computer konzipiert und hat keine für Mobilgeräte optimierte Version. Keine Änderung. Die mobile Version entspricht der Desktopversion.
Responsives Webdesign: Ihre Website wird an die Bildschirmgröße angepasst. Keine Änderung. Die mobile Version entspricht der Desktopversion.
Kanonische AMP: Alle Ihre Webseiten werden in AMP-HTML erstellt. Keine Änderung. Die mobile Version entspricht der Desktopversion.
Separate URLs: Für jede Desktop-URL existiert eine weitere, die für Mobilgeräte optimierte Inhalte enthält. Diese Art Website wird auch als M-Dot-Website bezeichnet. Google bevorzugt die mobile URL für die Indexierung. Unsere Best Practices helfen Ihnen dabei, sich auf die Mobile First-Indexierung vorzubereiten.
Dynamische Bereitstellung: Je nach Gerät stellt Ihre Website unterschiedliche Inhalte zur Verfügung. Die Nutzer sehen nur eine URL. Google bevorzugt bei der Indexierung die für Mobilgeräte optimierten Inhalte. Unsere Best Practices helfen Ihnen dabei, sich auf die Mobile First-Indexierung vorzubereiten.
AMP und Nicht-AMP: Ihre Website verfügt sowohl über eine AMP- als auch eine Nicht-AMP-Version einer Seite. Die Nutzer sehen zwei verschiedene URLs. Google bevorzugt bei der Indexierung die mobile Version der Nicht-AMP-URL. Wenn bei der mobilen Nicht-AMP-Version die dynamische Bereitstellung oder unterschiedliche URLs zum Einsatz kommen, orientieren Sie sich einfach an unseren Best Practices.

(Quelle: https://developers.google.com/search/mobile-sites/mobile-first-indexing?hl=de)

Die neue Indexierungsmethode von Google führt wie bereits erwähnt dazu, dass das mobile Erscheinungsbild entscheidend für die Bewertung der Seite und folglich deren Ranking in der Suchmaschine ist. Daher ist es umso entscheidender, gravierende Fehler in diesem Bereich zukünftig zu vermeiden und sich SEO-technisch den Gegebenheiten im mobilen Zeitalter anzupassen.

Der beste Weg zur Optimierung einer Website für mobile Nutzbarkeit und damit Mobile First ist übrigens (auch laut Google) die Nutzung von Responsive Design.

Diese 8 SEO-Fehler sollten Sie in Zeiten von Mobile First vermeiden

Mobile SEO unterscheidet sich merklich vom früheren SEO. Stellen Sie sicher, dass Sie nicht alten Methoden hinterherhängen, die Ihnen im Zeitalter von Mobile First nicht viel bringen. Für Nutzer mobiler Endgeräte zählen vor allem schnelle Ladezeiten, gute Lesbarkeit und eine Übersichtliche Zusammenfassung aller Informationen auf sehr viel kleineren Bildschirmen inklusive einer sinnvollen Verlinkung, die den Nutzer schnell zu seinem Ziel führt, ohne dass dieser zu stark auf die Seitennavigation angewiesen ist.

1. Hohe Ladezeiten durch zu viele Skripte und Style Sheets

Wenn Ihre Website ein aufwendiges Design mit vielen Styles und Skripten verwendet, kann das die Ladezeit und damit die mobile Performance beeinträchtigen, was schließlich auch Ihrem Ranking schaden könnte. Die Zeiten einfliegender Objekte oder sonstigen Krimskrams im Sinne unnötiger Effekte ist schon länger vorbei. Bleiben Sie sachlich auf Ihrer Website, informieren Sie übersichtlich und in geordneten Strukturen, so können Sie das Nutzerbedürfnis besser befriedigen und sparen zugleich an Aufwand.

2. Die Nutzung vieler hochauflösender Bilder oder Videos

Bilder und vor allem Videos benötigen viel Datenvolumen, um geladen zu werden. Dies kann die Ladezeit einer Seite stark beeinträchtigen. Nutzen Sie daher Bilder möglichst nur in der Größe, wie Sie sie brauchen oder als Vorschaubilder, die erst bei Aufrufen dieser vollständig geladen werden.

Weitere Tipps:

  • Nutzen Sie, wenn möglich, Bilder im NextGen Format, beispielswiese WebP (Grafikformat für komprimierte Bilder)
  • Stellen Sie sicher, dass Videos erst geladen werden, wenn Nutzer auf den Play-Button klicken

3. Verwendung von Inhaltselementen, die sich nicht an die Bildschirmgröße anpassen

Manche programmierte Seitentemplates für Content Management Systeme sind nicht fully responsive, das heißt, es kann vorkommen, dass Bilder auch mobil in ihrer Originalgröße ausgegeben werden und weit über den Bildschirmrand hinausgehen. Dies kann auch bei anderen Inhaltselementen wie Buttons passieren.

Nicht immer wird dies bei automatischen Prüfungen erkannt, zudem ist es auch abhängig von der jeweiligen Bildschirmgröße. Prüfen Sie daher manuell, gegebenenfalls stichprobenartig, wichtige Seiten auf Ihrer Website in verschiedenen Bildschirmauflösungen, um sicherzustellen, dass mobil alles korrekt angezeigt wird.

Screenshot einer nicht Mobile First optimierten Website: Inhalte größer als Bildschirm

Vermeiden Sie Inhaltselemente, die sich nicht an die Bildschirmgröße anpassen

4. Zu kleine Textformate, die mobil nicht lesbar sind

Schriften werden für Mobilgeräte oft automatisch verkleinert, damit mehr Text auf die kleinen Bildschirme passt. Hierbei sollte man es jedoch nicht übertreiben. Nicht alle Menschen können Texte in der Schriftgröße 1 erkennen. Sorgen Sie also dafür, dass Ihre Texte auch mobil von der Allgemeinheit ohne Lupe gelesen werden können.

5. Dicht beieinanderstehende anklickbare Elemente

Der Daumen ist bekanntlich größer als der Mauszeiger auf einem Desktop-Gerät. Deshalb können anklickbare Elemente wie Buttons und Links auf Mobilgeräten nicht so nah beieinander liegen, da Nutzer sonst nicht gezielt klicken können und schlimmstenfalls auf einer ganz anderen Seite landen, als sie wollten, und dann abspringen. Prüfen Sie also am besten selbst, ob alle Links und Buttons auf Ihrer mobilen Seite klar voneinander unterschieden und gezielt angetoucht werden können.

6. Tabellen mit zu viel Inhalt

Auch wenn eine Tabelle responsive ist und sich der Bildschirmgröße anpasst, heißt das nicht, dass sie auch automatisch gut lesbar ist. Oftmals werden in Tabellen zu viele Informationen untergebracht, die zwar auf Desktop-PCs gut lesbar sind, aber auf Mobilgeräten zu einem unübersichtlichen Tabellen-Monster werden.

Spalte 1 Spalte 2 Spalte 3 Spalte 4 Spalte 5 Spalte 6 Spalte 7
Hier eine Info Je mehr Informationen man unterbringt, desto größer und länger wird jede Zelle Noch mehr Infos Spalte 4 Spalte 5 Spalte 6 Spalte 7
Und hier noch eine längere Info Knapp & kurz ist besser Infos, Infos, Infos Spalte 4 Spalte 5 Spalte 6 Spalte 7

Beschränken Sie sich also in Tabellen auf die wichtigsten Infos und fassen Sie diese so kurz wie möglich. Testen Sie selbst, ob Ihre Tabellen auch auf Mobilgeräten gut lesbar sind – andernfalls sollten Sie sie vielleicht einfach weglassen. Das ist besser, als den Nutzer zu frustrieren.

7. Eine Verlinkungsstruktur, die sich zu sehr auf die Kopfnavigation verlässt

Eine sinnvolle und zielführende interne Verlinkung ist das A und O für eine Website – auf Desktop- wie auf Mobilgeräten. Auf Zweiteren ist sie sogar noch wichtiger, da hier die Kopfnavigation noch weniger präsent ist. Der Nutzer sollte zielgerichtet von seiner Einstiegsseite dorthin geführt werden, wo man ihn haben möchte. Meistens ist das der Kaufabschluss.

Auf dem Weg dorthin sollte man jedoch den Search Intent des Nutzers nicht vergessen, also die Erwartungen des Nutzers zur Suchanfrage.. Versuchen Sie, den Nutzer durch interne Verlinkungen auf hilfreiche Seiten zu leiten, die seine Fragen möglichst beantworten und ihn zugleich von Ihren Produkten überzeugen.

Versuchen Sie, sogenannte Silos aufzubauen, bei denen zahlreiche Unterseiten bei einer flachen Hierarchie (= geringe Ordnertiefe) auf eine zentrale Seite für das jeweilige Silo verweisen, welche einfache Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme oder zum Kaufabschluss bietet.

8. Ein Burger-Menü auf einer Desktop-Seite

Wir haben festgestellt, dass man nicht alles von Mobil auf Desktop übertragen kann: Irgendwann kommt immer der Punkt, ab dem es zu viel wird. Diesen Punkt haben wir beim Burger-Menü entdeckt. Die 3 waagerechten Streifen, die auf Mobilgeräten wie selbstverständlich schnell als aufklappbare Navigation erkannt werden, führen bei Desktop-Nutzern eher zu Verwirrung und können durch die scheinbar verschlechterte Usability negativen Einfluss auf das Google-Ranking haben.

Manche Funktionen, die für Mobilgeräte ein Best Practice sind, lassen sich nicht auf Desktop-Seiten übertragen. Behalten Sie das im Hinterkopf, bevor Sie Ihre Desktop-Seite komplett so wie Ihre mobile Seite gestalten.

Anmerkung: Tatsächlich mussten wir diese Erfahrung auf unserer eigenen Website machen: die Einführung des Burger-Menüs für die Desktop-Version von sixclicks.de brachte Leistungseinbußen. Derzeit arbeiten wir daran, wieder eine klassische Desktop- Navigation umzusetzen.

So prüfen Sie Ihre Website auf ihre mobile Performance

Um zu prüfen bzw. zu überwachen, wie die eigene Website mobil performt, gilt es, die richtigen Tools zu nutzen. Dabei sollten auch technische Aspekte betrachtet werden. Denn wie bei einem Haus ist auch bei einer Website das technische Fundament entscheidend für Haltbarkeit und Stabilität.

Desktop vs. Mobile Visibility prüfen

Sistrix zeigt beim Aufrufen Ihrer Domain weiterhin standardmäßig nur die Desktop-Sichtbarkeit ebendieser an. Beachten Sie jedoch zukünftig genauer die mobile Sichtbarkeit, welche direkt darunter angezeigt wird, denn diese entwickelt sich oft etwas anders:

Sichtbarkeitsindex einer Website bei Sistrix – Desktop und Mobil

Prüfen Sie zukünftig auch die Mobile Sichtbarkeit Ihrer Website bei Sistrix

Ist die mobile Sichtbarkeit Ihrer Website signifikant schlechter, ist dies ein Zeichen dafür, dass in diesem Bereich Handlungsbedarf besteht.

Mobile Performance in der Google Suchmaschine prüfen

In der Google Search Console wird beim Aufrufen der Leistungsdaten zu einer Property deren Gesamt-Performance inklusive mobil und Desktop angezeigt. Um die Performance Ihrer Website nur im mobilen Bereich zu betrachten, müssen Sie in den Filtereinstellungen über den Leistungsdaten einen neuen Filter hinzufügen, und zwar: „Gerät: Mobil“:

Leistung auf Mobilgeräten in der Google Search Console aufrufen

Wählen Sie beim Gerätefilter in der Google Search Console „Mobil“ aus

Vergleichen Sie die Klickzahlen im mobilen Bereich mit denen im Desktop-Bereich, um zu ermitteln, ob Ihre Website-Besucher derzeit eher über die mobile Suche kommen oder vorwiegend Desktop-Geräte nutzen.

„Meine Besucher kommen hauptsächlich über Desktop – kann ich mir die Optimierung sparen?“

Ganz klare Antwort: Nein. Auch wenn Ihre Besucher derzeit (noch) vor allem über Desktop-PCs kommen, wie es manchmal im B2B-Bereich noch der Fall ist, ist dennoch die mobile Version Ihrer Website für deren Ranking entscheidend. Mobile First ist Mobile First. Davon abgesehen kennt die Entwicklung des Anteils an mobilen Nutzern auch im B2B Bereich nur eine Richtung: stetig nach oben. Also auch, wenn derzeit noch die meisten Besucher die Desktop-Seite sehen: in Zukunft wird es immer mehr die mobile Seite sein, die den wichtigen ersten Eindruck vermittelt.

Mit mobilem User Agent mobile Seiten auf grobe Fehler prüfen

Die Google Search Console zeigt Ihnen stets ganz automatisch wichtige Fehler bei der mobilen Version Ihrer Website, darunter:

  • Inhalt breiter als Bildschirm
  • Anklickbare Elemente zu dicht beeinander
  • Text ist zu klein zum Lesen

Die betroffenen Seiten werden praktischerweise direkt zur jeweiligen Fehlermeldung verlinkt. Prüfen Sie diese Seiten und nehmen Sie gegebenenfalls Anpassungen vor, um die mobile Darstellung und Nutzbarkeit Ihrer Seiten zu optimieren.

Weiteres Tool zum Testen der Nutzbarkeit mobilen Version

Darüber hinaus stellt Google ein weiteres kostenloses Mobile Friendly Testing Tool bereit, mit dem sich einzelne Seiten auf Ihre Mobil-Freundlichkeit überprüfen lassen. Beachten Sie jedoch, dass dieses Tool nicht stets einwandfrei läuft – so kann es oft geschehen, dass wichtige Style-Sheets vom Tool nicht geladen werden und die Zielseite dem Tool daher als nicht mobilfreundlich erscheint.

Stellen Sie sicher, dass Ihnen keine groben Fehler bei der Nutzbarkeit Ihrer mobilen Website unterlaufen. Andernfalls verlieren Sie möglicherweise nicht nur Besucher, sondern auch Ihr Ranking in der Google Suchmaschine.

Structured Markup auf Fehler überprüfen

Google bietet ein kostenloses Tool zum Überprüfen einzelner Seiten auf Structured Data Markups an. Rufen Sie das Structured Data Testing Tool auf Geben Sie die URL der gewünschten Seite ein und klicken Sie auf „Test durchführen“.

URL in Googles Structured Data Testing Tool abrufen

Prüfen Sie Ihre URLs auf korrekte Auszeichnung durch strukturierte Daten

Anschließend wird Ihnen auf der linken Seite der Seitenquelltext angezeigt, auf der rechten Seite die darin gefundenen Markups inklusive eventueller Fehler.

Sollten Sie noch keine Strukturierten Daten nutzen, so sei Ihnen an dieser Stelle dringend dazu geraten. Die Daten vereinfachen es sowohl der Suchmaschine als auch dem Nutzer, wichtige Eigenschaften Ihrer Seiten schnell zu erfassen. Bestimmte Markups wie Rezepte oder Produkte können zudem in einer erweiterten Anzeige Ihrer Inhalte in der Suchmaschine führen.

Mobile Ladezeit prüfen und optimieren

Ein wichtiger und nicht zu unterschätzender Rankingfaktor für Websites ist seit der Einführung von Mobile First die Ladezeit, denn diese beeinflusst stark, ob Nutzer auf einer Website bleiben oder diese wieder verlassen. Vermutlich haben Sie die Erfahrung schon selbst gemacht: bei einer zu langen Ladezeit verlässt man die Seite genervt wieder. Die Zeit bis zum ersten Rendering der Seite sollte maximal 3 Sekunden betragen – ansonsten laufen Sie Gefahr, einen Großteil Ihrer mobilen Besucher direkt wieder zu verlieren.

Folgende Maßnahmen können bei vielen Websites bereits zu einer Verkürzung der Ladezeit beitragen:

  • Textkompression
  • JSON und CSS reduzieren und auslagern
  • Bilder in Next Gen Formaten liefern

Zusammenfassung: Die neuen Google Ranking Faktoren seit Mobile First

Man kann nicht sagen, dass das Google Update, welches die Mobile First Indexierung eingeführt hat, das Internet bzw. die Suchergebnisse durcheinandergewirbelt hätte. Vielmehr handelt es sich um eine Anpassung an eine Entwicklung, die schon seit Längerem stattfindet und der sich niemand erwehren kann: der immer größere Anteil an mobilen Nutzern im Netz.

Die Google Ranking Faktoren für Webseiten sind daher nicht grundlegend anders als bisher. Es zählen weiterhin in erster Linie Inhalte, Verlinkungen und die allgemeine Zugänglichkeit. Den folgenden Faktoren kommt seit Einführung von Mobile First jedoch eine besondere Bedeutung zu:

  • Mobile Ladezeiten
  • Mobile Lesbarkeit
  • Mobile Bedienbarkeit/Funktionalität
  • Interne Verlinkung
  • Auszeichnung mit Structured Data

Kreieren Sie erst eine sinnvolle Strategie für Ihre Mobile Website, bevor Sie diese umsetzen und vermeiden Sie so die häufigsten Fehler gleich von Anfang an. Beachten Sie dabei vor allem stets die User Experience beziehungsweise den Kontext, in welchem sich der Nutzer bewegt: Wie kommt der Nutzer zum Produkt, wie verhält er sich in welcher Umgebung? Welche Touchpoints gibt es dabei? Was ist sein Ziel? Bedenken Sie dabei, dass Inhalte mobil meist anders konsumiert werden, allein schon aufgrund des viel kleineren Bildschirms. Fassen Sie sich bei zentralen Aussagen kurz und beachten Sie vor allem, dass nicht alle Informationen auf allen Bildschirmen gleichsam dargestellt werden können.

Mobil wollen Nutzer meist schnell und übersichtlich an Infos kommen und sinnvoll dorthin geleitet werden, wo sie hinmöchten.

Auch für B2B Websites ist Mobile First relevant

Ein Großteil der Website-Besucher kommt erst mobil und später gegebenenfalls über die Google Suche auf einem Desktop-Gerät. Das gilt auch in gerade für den B2B-Bereich. Eine Sistrix-Studie zeigt, dass 50% der B2B relevanten Suchanfragen mobil laufen. Es wird geschätzt, dass diese Zahl bis 2020 mindestens auf 70% steigen wird.

Ob B2B oder nicht: Optimieren Sie Ihre Website für Mobile Nutzung!

Vermeiden Sie die in diesem Artikel genannten Fehler – nur so werden Sie fit für die Zukunft im Netz.

Hier noch ein Zitat zum Thema Website-Gestaltung von jemandem, der es wissen muss:

“Starten Sie mit dem Nutzer und arbeiten Sie rückwärts!”

Jeff Bezos

 


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