Google Freshness Update – Gegenwart und Zukunft

In der letzten Woche hat Google das sogenannte „Freshness Update“ durchgeführt – rund 35% aller Suchanfragen seien davon betroffen, heißt es im Offiziellen Google Blog. Davon sollte man sich zunächst einmal nicht beunruhigen lassen, denn dieses Update betrifft nur die Suchanfragen, die sich auf aktuelle Ereignisse beziehen.

Wie immer geht es natürlich darum, dem Nutzer die Ergebnisse zu präsentieren, die er sich wünscht. Sucht in diesen Tagen ein Nutzer nach „Bushido“ so findet er zunächst einmal zeitlose Informationen wie beispielsweise den Wikipediaeintrag oder die Webseite der Person. Direkt darunter greift das „Freshness Update“ und liefert beispielsweise einen Artikel über die Bambiverleihung, welche aktuell für großes Aufsehen sorgt.

Google Freshness Update

Wann ist ein Thema „Freshness-Relevant“?

Die Frage, was für Google in den Freshnesstrichter gehört ist nicht so leicht zu beantworten – verständlicherweise gibt es dazu nur ansatzweise Informationen. Fassen wir zunächst die Themenbereiche zusammen:

  • Größere Veranstaltungen (wichtiges Fußballspiel, …)
  • Wiederkehrende Events (Cebit, Weltmeisterschaft, etc…)
  • Ereignisse mit großem, öffentlichen Interesse (Vulkanausbrüche, Geiseldrama, …)
  • Große Dauerthemen, deren Inhalt aktuell sein muss (Handytarife…)

Die breite Masse zählt

Um nun zu entscheiden, welche Themen für großen Aufruhr sorgen, wird Google vermutlich verschiedene Kanäle auswerten. So ist es denkbar, dass unter anderem Social Media Kanäle wie Twitter, Facebook oder Google+, sowie sämtliche Newsseiten und plötzlich auftretende Suchanfragen zu neuen Themen ausgewertet werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass besonders kleine Nischen aktuell noch nicht vom Freshnessfaktor betroffen zu sein scheinen. Das bundesweite Interesse ist dafür zu gering. So sorgt in Dortmund derzeit ein Entführungsfall in den lokalen Medien zwar für Aufruhr, jedoch sind die Suchergebnisse zum selbigen Keyword, nämlich „Entführungsfall“ oder „Entführung“ nicht vom Freshnessupdate betroffen.

Wie kann  man das Freshness Update für sich nutzen?

Jede Webseite sollte einen News- bzw. einen Blogbereich haben auf denen in regelmäßigen Abständen Artikel veröffentlicht werden. Dabei sollte man seine Branche genauestens im Blick haben. Es bietet sich beispielsweise an, für sein Thema bestimmte Google Alerts einzurichten, um stets auf den Laufenden zu bleiben.

Mikrodaten rücken weiter in den Fokus

Weiterhin wird es immer wichtiger, seine Webseite mit Mikrodaten und/oder HTML5 zu bestücken. Die Anzahl der Webseiten im Internet wächst Stunde um Stunde – umso wichtiger wird eine schnelle und schematische Indexierung, alleine schon aus Kostengründen. Wer von daher schon jetzt auf strukturierten Inhalt über Mikrodaten setzt, wird künftig, zumindest meiner Meinung nach, einen Vorteil haben. Nicht ohne Grund hat schema.org vor Kurzem eine erweiterte Version ihrer Newsklasse veröffentlicht.


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