Darstellung eines Themenclusters

So erstelle ich mein erstes eigenes Themencluster für mehr Sichtbarkeit im Netz

Themencluster lassen sich erfolgreich als Organisations- und Steuerungsinstrumente im Content Marketing einsetzen. Erstellen Sie mit Hilfe unserer Anleitung in 3 Schritten Ihr individuelles Cluster: So erhöhen Sie die Sichtbarkeit Ihrer Website und steigern den relevanten Traffic. Nach diesem Artikel sind Sie in der Lage, ein erstes eigenes Themencluster zu erstellen.

Was ist Content Clustering?

Das Content Clustering bezeichnet eine Methode, mit der Sie vom Großen ins Kleine oder umgekehrt Ihre Ideen und Themen ordnen. Ziel eines Clusters ist es thematische Beziehungen aufzubauen.

Der Fokus eines Content Cluster liegt darin Nutzern Inhalte zur Verfügung zu stellen, die Sie wirklich benötigen und auch angefragt werden – beispielsweise in Suchmaschinen.

Das Content Cluster hat die Aufgabe als kompetenter Ansprechpartner und seriöse Informationsquelle den Besuchern Antworten, Lösungen oder Ideen zu den Fragen und Problemen anzubieten.

Ein Cluster wächst mit seinen Inhalten und lässt sich beliebig erweitern. Am Ende steht Ihnen eine auf Kernthemen spezialisierte Content-Strategie mit verschiedenen Sub-Clustern zur Verfügung.

Hinweis: Die Begriffe Content Cluster, Themencluster oder der englische Ausdruck, Topic Cluster werden häufig synonym verwendet.

Die Vorbereitung des Themenclusters

Im ersten Schritt definieren Sie das zentrale Thema Ihres Clusters. Das Kernthema (Pillar-Content) ist das Zentrum des Content Clusters.

Diese Seite beinhaltet das zentrale Thema und ist Ausgangspunkt für alle wichtigen Fragen innerhalb eines Clusters. Achten Sie darauf, dass das Thema groß genug für ein eigenes Themencluster ist und das Thema das Potenzial hat auch viele Nebenthemen zu behandeln.

Aus meiner Projekterfahrung kann ich sagen, dass häufig Themen gewählt werden, die zu klein für ein eigenes Cluster sind.

Als Faustregel: Suchen Sie ein zentrales Cluster-Thema aus, dass oft im Internet gesucht wird. Das Suchvolumen sollte sich im Vergleich zu Ihren anderen Schlüsselwörtern im oberen Drittel befinden.

Die richtigen Themen und dessen Anfrage im Netz bei Suchmaschinen können Sie durch Keyword-Recherche Tools, z.B. mit dem Google Ads Keyword Planner, herausfinden.

Wir gehen davon aus, dass das Suchvolumen in Suchmaschinen zu einem Thema das Interesse Ihrer Zielgruppen oder Buyer Persona wiederspiegelt.

Aufbau des Themenclusters

Aufbeu eines Themenclusters

Aufbau der Pillar-Page (Kernthema)

Wie bereits erwähnt, ist die Pillar-Page das Zentrum eines Clusters und beschäftigt sich umfassend mit einem bestimmten Thema. Alle wichtigen Aspekte, Facetten und Sichtweisen zum Thema werden auf dieser Seite aufgegriffen und erklärt.

Haben Sie sich nach der Keywordanalyse für ein Thema entschieden, ist es wichtig zielgruppengerechte Inhalte und Informationen bereitzustellen. Googles Ziel ist es, die Suchanfragen seiner Nutzer so gut wie möglich zu beantworten. Dazu muss die Suchintention (Search Intent) hinter der Suchanfrage verstanden werden, um die passenden Ergebnisse bereitzustellen.

Ein erfrischendes Beispiel für eine mögliche Pillar Page zum Thema Chatbots liefert die Inbound-Marketing-Plattform HubSpot.

Die Seite greift alle wichtigen Facetten, von der Definition über den Einsatz in der Praxis bis hin zur Auswirkung auf Unternehmensprozesse, auf. Achten Sie darauf, dass es sich hierbei nur um eine Möglichkeit einer Pillar Page handelt.

Tipp: Fangen Sie klein an und erweitern die Pillar Page stetig, um weitere aufkommende Suchanfragen der User beantworten zu können.

Aufbau der Unterthemen (Cluster Content) zur Pillar Page

Nach dem Aufbau der Pillar Page, ist es im zweiten Schritt an der Zeit passende Unterthemen mit Bezug zum Kernthema aufzubauen.

Der Cluster Content (Unterthemen) stützt das zentrale Thema durch verschiedene Content Formate, wie z.B. Blogartikel, Glossareinträge oder Infografiken.

In den verschiedenen Formaten werden häufig Longtail-Keywords mit weniger Suchvolumen aber höherer Relevanz verwendet. Wenn Sie herausgefunden haben, welche Suchintention der User bei seiner Suchanfrage verfolgt, können Sie tiefgehende Unterthemenanbieten, die den Search Intent der Nutzer befriedigen.

An Hand der Intention lassen sich im nächsten Schritt entsprechende Seitentypen und Content Formate für Ihr Cluster definieren. Achten Sie hierbei immer darauf, dass Suchmaschinen den Content der Seiten schnell erfassen und indexieren können. Die Aufbereitung der Inhalte für Suchmaschinen ist maßgeblich für den Erfolg der Seiten.

Ein Beispiel an Hand des Themas Inbound Marketing als Pillar-Page mit dazugehörigen Cluster Content:

  1. Inbound Marketing
    1. Neukundengewinnung
    2. Leads generieren
    3. Referenzmarketing

ausschnitt einer keywordanalyse mit dem Keyword planner

Ausschnitt eines Keyword-Researches für eine Pillar Page und den Cluster Content mit Hilfe des Google Ads Keyword Planners

Die logische Vernetzung durch interne Links sorgt zusätzlich dafür, dass sich Nutzer besser zurechtfinden und den für sie relevanten Content schnell und einfach erreichen.

beispiel themencluster pillar page inbound marketingBeispiel einer Themencluster-Map an Hand der Pillar Page Inbound Marketing

Pro Tipp für Konzepter: Auch externe Inhalte können auf ein Themencluster verweisen, um die Autorität der Seite zu steigern.

Content Formate diversifizieren

Entscheiden Sie nach der Analyse der Suchintention selbst welche Content Formate und Seitentypen für Sie in Frage kommen.

Mögliche Formate sind:

  1. Blogartikel
  2. Glossareinträge
  3. Podcasts
  4. Videos
  5. Infografiken
  6. Anleitungen
  7. Listicles
  8. Interviews
  9. Success Storys
  10. Checklisten

Pflege eines Content Clusters

Im dritten Schritt haben Sie sowohl die Pillar Page als auch den Cluster Content aufgebaut und erhalten erste Daten, die einen Einblick in die Performance der einzelnen Seiten gewähren.

Nach dem Aufbau ist vor der ersten Aktualisierung. Durch ein Leistungsbericht der Google Search Console (GSC) werten Sie neue Keywords aus, die anschließend auf den Seiten optimiert oder integriert werden können.

Zur Erstellung neuer Inhalte, die zuvor vielleicht noch nicht recherchiert wurden, lassen sich diese Daten als Inspirationsquelle verwenden. Setzen Sie neue Impulse durch weitere Longtail-Keywords, die relevant für Zielgruppe und Buyer-Persona sind.

Die ausgewerteten Daten zeigen häufig Suchmuster auf, durch die die Content Struktur verbessert werden kann. Wenn viele ähnliche Fragen gestellt werden, könnte ein Seitentyp dazu dienen, eine Liste von Fragen zu beantworten.


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