10 Tipps zur Snippet-Optimierung

Maximieren Sie Ihren Erfolg mit dem richtigen ersten Eindruck in Suchmaschinen

Das Snippet ist Ihr Slot auf der größten Bühne der Welt. Mit einer aussagekräftigen Headline und bis zu 570 Pixel Anzeigentext rühren Sie ordentlich die Werbetrommel für Ihre Website. Durch die richtigen Tipps überzeugen Sie und gewinnen den Nutzer für sich.

Was ist ein Snippet? 

Ein Snippet ist der Anzeigentext einer Website in den Suchergebnisseiten (SERPs) von Suchmaschinen. Die klassische Form, der Blue-Link, besteht aus URL, Seitentitel (Title-Tag) und Beschreibung (Meta-Description). Erweiterungen als Rich- oder Featured-Snippet wie Bilder, Bewertungen und Sitelinks sind möglich.

Was ist Snippet-Optimierung? 

Websitebetreiber haben die Möglichkeit, einen Vorschlag für ein Snippet im Quelltext zu hinterlegen. Die gängigen CMS-Systeme bieten hierfür bereits die Eingabefelder je Seite oder entsprechende Plugins an. Alle drei Komponenten sind individuell anpassbar. Allerdings gibt es keine Garantie dafür, dass Google den hinterlegten Vorschlag ausspielt.  

Bei der Optimierung werden Title-Tag und Meta-Description so gestaltet, dass sie den Nutzer zum Klick auf die Website animieren. Außerdem erfolgt eine Optimierung im Hinblick auf die Suchmaschine durch sinnvolle Keyword-Platzierung.  

Die Optimierung hat ein Ziel: Die Klickrate erhöhen.

Die drei Komponenten in der Snippet-Optimierung 

Ein Snippet setzt sich aus mindestens drei Komponenten zusammen:  

Die URL 

Im aktuellen Aufbau (Stand Mai 2021) ist die erste Komponente des Snippets die URL. Unterordner der URL zeigt Google in Form von Brotkrumen an. Achten Sie daher auf eine sprechende URL mit einer einleuchtenden URL-Struktur. Die URL wirkt sich direkt auf das Ranking der Seite aus.  

Der Title-Tag 

Das zweite Komponente kommt der Seitentitel. Dieser fungiert als Headline des Snippets und gibt den Inhalt der Website kurz und knapp wieder. Der Anzeigeplatz des Titels ist auf 570 Pixel in der Desktop-Ansicht und auf 370 Pixel in der mobilen Ansicht begrenzt. Überschreitet der Title-Tag die Pixelgröße, schneidet die Suchmaschine den Seitentitel ab.  

Bei dem Title-Tag handelt es sich um einen direkten Rankingfaktor. Er bedarf daher besonderer Aufmerksamkeit.  

Die Meta-Description  

Die dritte und letzte Komponente des Blue-Links ist die Meta-Descriptions bzw. die Beschreibung. Hier haben Sie ebenfalls 570 Pixel in der Desktop-Ansicht und auf 370 Pixel in der mobilen Ansicht Platz, um den Nutzer von dem Website-Inhalten zu überzeugen. Da die Schriftgröße kleiner ist als der Seitentitel, sind hier mehr Zeichen möglich. Durch eine weise Nutzung des Anzeigenplatzes können Sie die Klickrate positiv beeinflussen. Die Beschreibung wirkt sich indirekt auf das Ranking der Webseite aus.

Die URL, der Title-Tag und die Meta-Description bilden die drei Elemente eines SERP-Snippets

Die URL, der Title-Tag und die Meta-Description bilden die drei Elemente eines SERP-Snippets

Unsere Tipps für attraktive Snippets 

Das ideale Snippet ist für Menschen und Suchmaschinen gleichermaßen optimiert. Nachfolgend stellen wir 10 Tipps vor, mit denen Sie Google und die menschlichen Leser von Ihrer Website überzeugen.

Tipp 1: Fokus-Keyword im Seitentitel nutzen 

Der Seitentitel ist einer der wichtigsten Faktoren für ein erfolgreiches Ranking in den Suchmaschinen. Er gibt den Usern einen ersten Einblick zu den Inhalten der Seite und sollte aus diesem Grund aussagekräftig und informativ sein. Damit der Nutzer abgleichen kann, ob Inhalt und seine Suchanfrage zusammenpassen, gehört das Keyword in den Titel.  

Best Practice: Stellen Sie das Fokus-Keyword möglichst an den Anfang des Title-Tags. 

Wie wird der Title-Tag gesetzt? 

Der Title-Tag wird in technischer Sicht im <head> Bereich einer Website im Quelltext mit dem Tag <title> eingefügt und kann dort bearbeitet werden. 

Ein Codebeispiel: 

<head> 

<title>Suchmaschinen- und Inbound Marketing-Blog | sixclicks</title> 

</head> 

Hinweis: In Suchmaschinen dient der Title-Tag nur als Vorschlag. Er kann jederzeit von den Suchmaschinen entsprechend den Nutzererfahrungen geändert werden.

Tipp 2: Die Suchintention beachten 

Bei der Eingabe eines Keywords in die Suchmaschine hat der Nutzer eine bestimmte Erwartungshaltung, den Search Intent. Er sucht nach Informationen, einer Möglichkeit eine Aktion auszuführen (Beispiel: Kauf) oder sich virtuell oder in Person zu navigieren. Damit der Nutzer auf das Snippet klickt, sollten schon Title-Tag und Meta-Description zum Search Intent passen.  

Beispiel: Nutzer sucht nach „Weiße Sneaker Damen“. Der Nutzer möchte eine Aktion ausführen, nämlich einen weißen Sneaker für Damen kaufen. Das Snippet sollte klar machen, dass es sich um einen Online-Shop handelt und die richtigen Trigger setzen.  

Title-Tag: Weiße Sneaker für Damen kaufen | Online-Shop XY 

Meta-Description: Entdecken Sie unsere große Auswahl an weißen Sneakern für Damen. Markenschuhe zum günstigen Preis. Ab 50 € gratis Versand und Retoure.

Tipp 3: Anziehende Titel entwickeln, die zum Klicken anregen 

Kurz, knackig und sexy: Damit ein Nutzer klickt, muss der Titel überzeugen. Mit ein paar Tipps regen Sie zum Klick an und steigern Ihre Klickrate:  

  • Aussagekräftig, kurz und prägnant: Titel, die diese drei Eigenschaften aufweisen, steigern die Wahrscheinlichkeit von Klicks. Nutzer möchten nicht lange suchen müssen, um herauszufinden, was das Thema der Seite ist. Halten Sie sich kurz, aber versuchen Sie das Thema in den Ihnen verfügbaren 55 Zeichen trotzdem so genau wie möglich zu beschreiben. 
  • Aktive und aktivierende Sprache: Sagen Sie Ihren Nutzern, was Sie tun sollen – aktivierende Sprache mit Call-to-Actions wie „Jetzt klicken“, „Erfahren Sie hier mehr“ oder „Jetzt starten“ aktivieren den Nutzer für eine Handlung und sorgen für Klicks. 
  • Art und Umfang des Contents betonen: Zeigen Sie Nutzern von Anfang an, was Sie erwartet. Haben Sie eine umfassende Schritt für Schritt Anleitung geschrieben? Dann sagen Sie dies direkt im Seitentitel! Leser schätzen ausführlichen Content, daher sollten Sie diesen schon im Titel hervorheben. 
  • Inspiration finden: Die Nutzung von Google-Autocomplete (Empfehlungen durch eine Autovervollständigung eines Suchbegriffs bei der Eingabe in den Google-Suchschlitz) kann als Inspirationsquelle dienen. Die Funktion „Andere Nutzer suchen auch“ unterhalb der Snippets in den SERPs sowie die Google Search Console sind weitere nützliche Ideenquellen.  
  • Listen nutzen: Zahlen im Titel sorgen nachweislich für eine höhere Click-Trough-Rate (CTR). Bei Listen oder ähnlichen Formaten ist es also ratsam, die Zahl in den Titel aufzunehmen. 
  • Aktualität hervorheben: Auch Content hat ein Verfallsdatum. Nutzer wollen immer die neusten Informationen. Falls es sich bei Ihrem Content anbietet, schreiben Sie das Jahr mit den in den Titel. 

Ein Beispiel:

In diesem Snippet ist der Title Tag und die Meta-Description für Google so optimiert, dass Nutzer sofort wissen, was sie auf der Seite erwartet.

In diesem Snippet ist der Title Tag und die Meta-Description für Google so optimiert, dass Nutzer sofort wissen, was sie auf der Seite erwartet.

Vorsicht bei Clickbaiting 

Beim Clickbaiting wird im Anzeigentext ein Köder platziert, der Nutzer zum Klicken animiert. Dieses Vorgehen findet sich heute vor allem in YouTube und Sozialen Medien wieder. Der Ersteller verspricht Inhalte, die der Nutzer dann meist gar nicht oder in falscher Darstellung erhält. Dies führt zwar zu einer hohen Klickrate aber auch zu vielen unzufriedenen Nutzern. Auf der Website kommt es zu einer hohen Absprungrate, die sich wiederrum negativ auf das Ranking der Website auswirken kann.  

Beispiel: Du hast dir dein Leben lang die Schnürsenkel falsch geschnurrt – so geht es richtig.

Tipp 4: Meta-Descriptions mit Fokus- und sekundären Keywords ausstatten 

Während Sie sich im Seitentitel auf wenige Wörter beschränken müssen, um den Seiteninhalt zu beschreiben, bietet Ihnen die Meta-Description etwas mehr Platz.  

Best Practice: Das Fokus-Keyword gehört in die Description, denn die Suchmaschine fettet automatisch die Begriffe, die mit dem Suchwort übereinstimmen. Das bietet einen positiven Trigger für den Nutzer.

Tipp 5: Sonderzeichen und Emojis einsetzen 

Sonderzeichen in der Meta-Description und im Title ziehen die Aufmerksamkeit auf Ihr SERP-Snippet, was wiederrum für mehr Klicks und Traffic auf Ihrer Seite sorgt. Unicode-Zeichen wie Pfeile, Häkchen und Emojis erhöhen aus Sicht von Google die Relevanz für die Suchergebnisse. Einen Nachteil haben Sonderzeichen allerdings: Sie klauen Platz für Inhalte. Überlegen Sie sich also gut, wann Sie diese Zeichen einsetzen.

Sonderzeichen in Title und Description lassen ein Snippet auffallen und ziehen die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich.

Sonderzeichen in Title und Description lassen ein Snippet auffallen und ziehen die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich.

Tipp 6: Sitelinks für mehr Platz in den SERPs 

Sitelinks erscheinen unter dem Snippet der Startseite und zeigen dem Nutzer relevante Unterseiten. Es ist nicht möglich, die Sitelinks selbst auszuwählen, aber es gibt zwei Tricks, mit denen die Auswahl der Sitelinks beeinflussen lässt: 

Linkstruktur anpassen 

Für die Auswahl der Sitelinks analysiert Google die Linkstruktur Ihrer Webseite, anhand interner Verlinkungen und mithilfe der XML-Sitemap.. Seiten, die in der Hauptnavigation gelistet sind oder besonders häufig intern verlinkt werden, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, als Big-Sitelink gelistet zu werden. 

Wichtig: Google übernimmt gerne die Linktexte sowie die Meta-Description der Seite für die Beschreibung der Sitelinks. Nutzen Sie hier also die Chance und schreiben Sie die wichtigsten Keywords möglichst an den Anfang der Meta-Description.

google sitelinks in den serps

Wenn Google passend zu Ihrer Webseite Sitelinks ausspielt, können User direkt auf Unterseiten gelangen.

Mini-Sitelinks nutzen 

Google übernimmt bei inhaltsstarken Seiten mit Sprungmarken die Hashbang-URLs als Sitelinks. Da ein Inhaltsverzeichnis bei langen Texten auch für den Nutzer relevant ist, empfiehlt es sich, ein Verzeichnis mit Sprungmarken anzulegen. Auch hier übernimmt Google häufig die Benennung der Sprungmarken – eine gute Möglichkeit für Sie, um Longtail-Keywords unterzubringen!

Die Mini-Sitelinks befinden sich unter der Meta-Description im Snippet

Die Mini-Sitelinks befinden sich unter der Meta-Description im Snippet

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Tipp 7: Featured Snippets als Blickfang einsetzen 

Featured Snippets haben einen eigenen hervorgehobenen Bereich oberhalb der organischen Suchergebnisse. Meistens werden explizite Antworten auf eine Suchanfrage gegeben, die eine eindeutige Definition oder Erklärung benötigen – also einen Informational Search Intent haben. Da es sich bei dem Featured-Snippet um Position 1 in den Suchergebnissen handelt, ist es eine organische Erweiterung des herkömmlichen Snippets. 

Featured Snippets entstehen durch den Content auf der Website und entsprechenden Algorithmen der Suchmaschine. Durch ein paar Handkniffe optimieren Sie Ihren Inhalt auf ein Featured Snippet. Mehr Informationen haben wir in unserem umfassenden Artikel zum Thema Featured Snippet zusammengestellt. 

Ein Beispiel:

Für das Keword „Inbound Marketing“ spielt Google ein Featured Snippet aus.

Für das Keword „Inbound Marketing“ spielt Google ein Featured Snippet aus.

Übrigens: Auch mit den richtigen Maßnahmen bei der Bilder-SEO können Sie in den SERPs auffallen!

Tipp 8: Rich Snippets nutzen 

Ein Rich Snippet wird im Gegensatz zum Blue Link durch Informationen ergänzt. Dadurch erweitert sich der Anzeigenplatz des Snippets und nimmt mehr Fläche in den SERPs ein. In einem solchen erweiterten Snippet lassen sich Informationen wie Bewertungen, Event-Daten, Preisangaben oder auch für den Nutzer interessante Video-Snippets unterbringen.

Bei Rezepten ist die Darstellung des Snippets in Form eines Rich Snippets besonders beliebt.

Bei Rezepten ist die Darstellung des Snippets in Form eines Rich Snippets besonders beliebt.

Voraussetzung für ein Rich Snippet ist die korrekte Auszeichnung der Informationen als Structured Data. Schema.org bietet eine große Auswahl an Schemas für die verschiedensten Arten von Structured Data. Folgende Formate sind besonders beliebt, aber nur eine kleine Auswahl der Möglichkeiten, die es bei der Gestaltung von Rich Snippets gibt: 

  • Bewertungen 
  • FAQs 
  • How-To’s 
  • Rezepte 
  • Events 
  • Produktdetails 
  • Orte 

Achtung: Wie immer entscheidet Google selbst, wann es sinnvoll ist, ein Rich Snippet auszuspielen – Sie können die Suchmaschine lediglich dabei unterstützen, die Inhalte der Website richtig zu interpretieren.

Tipp 9: Die richtigen Snippet Tools einsetzen 

Wer das optimale Snippet für die SERPs erstellen möchte, der kann auf einige Tools zurückgreifen. Unser Best Practice: der SISTRIX Snippet Generator. Dieses Tool zeigt Ihnen genau an, wie viele Pixel Platz Sie für Meta-Description und Title haben und zeigt Ihnen eine Live-Vorschau für die Desktop- und mobile Ansicht Ihres Snippets. Sie haben hier ebenfalls die Möglichkeit, Sonderzeichen einzufügen.

Tipp 10: Individuelle Snippets für jede Unterseite erstellen 

Jede Unterseite, die indexiert werden soll, benötigt ein eigenes Snippet. Dieses sollte entsprechend individuell auf den jeweiligen Content und das Fokus-Keyword optimiert werden. Die Erstellung eines Snippets für jede einzelne Seite ist zwar mit Arbeit verbunden, lohnt sich aber – die User werden es Ihnen danken!

Fazit zur Snippet-Optimierung 

Snippet-Optimierung ist für Suchmaschine und Nutzer ein sehr relevantes Thema. Mit optimierten Snippets verbessern Sie Ihr Google-Ranking, erhalten mehr Klicks, generieren höheren Traffic und bieten Usern von Anfang an das optimale Nutzererlebnis. Nutzen Sie Möglichkeiten wie Rich Snippets oder die Chance auf Featured Snippets, um in den Suchergebnissen aufzufallen – denn wenn Sie bereits guten Content haben, müssen Sie die Nutzer nur noch darauf aufmerksam machen.


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