Fallensteller Google – Durchhaltevermögen bringt langfristige SEO Erfolge

Sven Synowietz (SEO) und Sascha Albrink (GF)

In den neuesten Patenten aus den USA stellt Google immer wieder den Schutz vor Spam für deren Technologien in den Vordergrund. Sven und ich haben uns das letzte Google Patent vom U.S. Patentamt genauer angesehen und haben unsere Schlüsse daraus gezogen.

Unsere fünf (5) wichtigsten Erkenntnisse

  1. Jedes Internetdokument durchläuft eine SPAM Bewertung durch Google
  2. Alle Rankings werden abhängig Ihres SPAM-Schwellenwertes berechnet
  3. Spam verdächtige Rankingziele werden in unterschiedlichen Zeitabständen in der mit Zwischenrankings in der Suchmaschine veröffentlicht
  4. Das Verhalten eines Webmasters wird während einer undefinierten Zeit beobachtet
  5. Google stellt mit neuen Technologien Fallen, um Spammern auf die Schliche zu kommen

Rankingschwankungen können Ranking-Wachstum bedeuten

Innerhalb der Berechnung von Rankings scheint Google immer mehr Nebelkerzen auszuwerfen. Durch das oben angesprochene Patent kann Google den Verlauf eines Rankings bei Veränderungen an einem Dokument, durch Linkbuilding, Verbesserung der Nutzbarkeit einer Zielseite, OnPage Optimierungen oder Social Media Aktivitäten, frei definieren.

Google stellt diese neue Technik so dar, dass damit das Verhalten von Spammern und Webseitenbetreibern, die Spam verbreiten, besser analysiert und ausgewertet werden kann. Somit wird auch hier der Spam noch besser aus den Suchergebnissen entfernt.

Zu viele Veränderungen setzen Webmaster unter SPAM-Verdacht!

Werden zu viele Veränderungen an einem Dokument (HTML, PDF, VIDEO, Bilder, etc), die für eine positivere Berechnung eines Rankings verantwortlich wären, gemacht kann der Verlauf des Rankings von einer zu anderen Position schwankend nach oben oder nach einem völlig unbekannten Schema verlaufen. Wenn also zu viele positive Veränderungen an einer Website gemacht werden, ist der Schwellenwert so niedrig, dass Sie unter Spam Verdacht stehen.

Wenn der Rankingverlauf schwankend nach oben und nach unten ist, können Suchmaschinenoptimierer (SEO) noch schwerer ermitteln welche Maßnahmen wirklich das Ranking verbessert haben und welche nicht.

Mögliche Ranking-Steigerungen mit und ohne manipulierten Ranking

Fazit:

Innerhalb des Patentes wird häufiger darauf aufmerksam gemacht, dass zum Beispiel linkbasierte Veränderungen an einem Dokument im Internet ca. 70 Tage Auswirkungen auf die Veröffentlichung der Rankings bei Google haben können bis das ursprünglich errechnete Zielranking erreicht ist. Somit sehen Sven und ich uns darin bestätigt, dass alle Veränderungen in den Rankings – egal ob nach oben oder nach unten – eine Aussage dafür sein können den Schwellenwert in der Optimierung überschritten zu haben.

Es gilt also weiterhin in der Optimierung von Websites für die Suchmaschine Google darum langfristige (>2 Jahre) Online-Kampagnen zu erstellen und die strategische Zielvereinbarung und die Prüfungsroutinen der Suchmaschinenoptimierer auf mittelfristig (6 Monate bis 1 Jahr) zu setzen. Denn Schwankungen in den Rankings wie inverse Reaktionen auf eine Änderung eines Rankingfaktors sind ein durch Google provozierter Prozess, um das Verhalten von Webmastern oder deren SEOs zu beobachten und ggf. die Rankings negativ anzupassen.

Ich bin seit 2002 leidenschaftlicher Marketer und berate Unternehmen in strategisch wichtigen Aufgaben im Onlinemarketing. Meine Lieblingdisziplinen im Marketing-Mix sind Suchaschinenmarketing, Business Intelligence im eCommerce & WebControlling.

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7 Antworten zu “Fallensteller Google – Durchhaltevermögen bringt langfristige SEO Erfolge”

  1. Sorry, aber Eurem Fazit kann ich nicht ganz folgen. Benutzt Ihr das neu erschienene Patent als Zweck, um die Erfolgsmessung von SEO nach hinten auszudehnen? Ich würde vorschlagen, das Patent noch mal genau durchzulesen und vor allem auch zu beachten, dass es schon vor 2 Jahren eingereicht wurde! Damit ist es mit sicherheit schon seit ca. 3 Jahren “aktiv” im Einsatz und die Auswirkungen (falsche Signale) sind damit älter als Panda oder Penguin. Ich glaube nicht, dass Google so hemdsärmelig vorgeht und jeden Webmaster unter Spamverdacht stellt, der öfter an einer Seite rumschaubt und zufällig Positives damit bewirkt. Wenn man verstanden hat, wie SEO richtig gemacht wird, braucht man die “SEO Beobachtung” bzw. das schwankende Ranking nicht zu fürchten. Ich kann daher wie gesagt die Schlussfolgerung oben überhaupt nicht nachvollziehen. Ihr schreibt: “Somit sehen Sven und ich uns darin bestätigt, dass alle Veränderungen in den Rankings – egal ob nach oben oder nach unten – eine Aussage dafür sein können den Schwellenwert in der Optimierung überschritten zu haben”. Die Rankings ändern sich doch schon seit Jahren fast täglich und nun auch noch z. T. lokal. Wenn man den “Schwellwert” für Änderungen überschreitet, kann das Ranking also schwanken. Macht man nix, schwankt es auch. Schwankt es nicht, dann könnten SEO-Änderungen der Grund sein (im Patent steht drin, dass das Ranking auch “künstlich” stabil gehalten werden kann!). Wie ich es auch drehe und wende, was Ihr da nun eigentlich sagen wollt, wird mir leider nicht klar…

    • Hallo Mario,
      danke für dein konstruktives Feedback. Gerne beantworten wir dir deine Fragen.

      Sorry, aber Eurem Fazit kann ich nicht ganz folgen. Benutzt Ihr das neu erschienene Patent als Zweck, um die Erfolgsmessung von SEO nach hinten auszudehnen?

      Nein, das ist nicht Sinn und Zweck unseres Postings gewesen. In unserem Verständnis ist die Kernaussage des Patentes, das Rankingschwankungen vollkommen normal sind, so wie du es auch in deinem Kommentar angedeutet hattest. Da sind wir auf der gleichen Welle.

      Ich würde vorschlagen, das Patent noch mal genau durchzulesen und vor allem auch zu beachten, dass es schon vor 2 Jahren eingereicht wurde! Damit ist es mit sicherheit schon seit ca. 3 Jahren “aktiv” im Einsatz und die Auswirkungen (falsche Signale) sind damit älter als Panda oder Penguin.

      Auch hier sind wir auf deiner Seite. Da haben wir keinerlei Statement zu gegeben seit wann das Patent „aktiv“ eingesetzt wird. Dazu werden wir auch kein nachhaltiges Statement herausgeben können.

      Ich glaube nicht, dass Google so hemdsärmelig vorgeht und jeden Webmaster unter Spamverdacht stellt, der öfter an einer Seite rumschaubt und zufällig Positives damit bewirkt. Wenn man verstanden hat, wie SEO richtig gemacht wird, braucht man die “SEO Beobachtung” bzw. das schwankende Ranking nicht zu fürchten.

      Genau das haben wir herausgearbeitet. Ob Google jeden unter Spamverdacht stellt oder nicht kann nicht überprüft werden. Sven und ich vermuten, dass Google hier die Verifikation, ob der Spamverdacht bestätigt oder verworfen wird, durch die Veränderungen an den Rankingfaktoren, während des Rankingverlaufes (Transition Period) ermittelt.

      Die Rankings ändern sich doch schon seit Jahren fast täglich und nun auch noch z. T. lokal. Wenn man den “Schwellwert” für Änderungen überschreitet, kann das Ranking also schwanken. Macht man nix, schwankt es auch. Schwankt es nicht, dann könnten SEO-Änderungen der Grund sein (im Patent steht drin, dass das Ranking auch “künstlich” stabil gehalten werden kann!).

      Gut, dass Sie uns darin bestätigen, dass es sich beim Rankingprozess um ein komplexeres System mit wechselseitigen Beziehungen handelt. Wir beschreiben daher nicht wie sich die Google-Rankings bilden, sondern welche Implikationen sich ceteris paribus aus denen im Patent beschrieben Verfahren ergeben. Wir haben in unserer Aussage ein einzelnes Dokument zu einem anderen Dokument in Konkurrenz gestellt. Wenn man alle weiteren Faktoren wie SERP-Erstellung, Local, etc. mit hineinrechnet kann keine klare Aussage zum diesem losgelösten Patent gemacht werden.

      Ich hoffe wir konnten dir unsere Erkenntnisse etwas näher erläutern. Es kann von unserer Seite keine offizielle Aussage dazu gemacht werdenwie genau das Patent funktioniert. Es sind Ideen und Gedankenanstöße die zum Annähern an ein „Verständnis“ der Rankingerstellung von Google genutzt werden können.

  2. Frank sagt:

    Hallo, danke für diesen wertvollen Artikel und die Unterstützung meiner Ansicht, dass Agenturen und Kunden sinnvollerweise mindestens ein Jahr zusammen arbeiten sollten.
    Aktuell hat es ein paar meiner Projekte erwischt, die ich zu Testzwecken im OnPage-Bereich hochwertig ergänzt habe – Qualität zieht zuweilen Strafen nach sich ;-)

    • Hallo Frank,
      danke für dein Feedback. Die Prüfungsszenarien und Prozesse bei der Agenturarbeit mit dem Kunden müssen dauerhaft angepasst und optimiert werden. Die Kennzahlen dürfen nicht zu exakt ausgewählt werden, so dass Tendenzen fernab der Transitional Period (Rankingverlauf mit Google Manipulation) erfasst und ausgewertet werden können um langfristig einen Überblick bei der Bewertung von Maßnahmen zu erhalten.

  3. wolfgang sagt:

    für nachhaltiges SEO muss man bei jedem projekt, egal wie klein es ist, mindestens 1 jahr einplanen – bei größeren, wie im artikel erwähnt, mindestens 2 jahre und mehr. alles andere hat mit nachhaltiger suchmaschinenoptimierung wenig bis gar nichts gemeinsam

  4. Hi,

    vielen Dank für den interessanten Bericht.
    Aber bei all den sinnvollen SEO-Maßnahmen wird von vielen vergessen, dass immer noch der Inhalt (Content) einer Webseite im Vordergrund steht.
    Erst aktuellen und ständig neuen hochwertigen Content bereit stellen – dann die Optimierung der Seiten und das Linkbuilding realisieren.
    Seiten mit wenig und mit veraltetem Inhalt will keiner sehen – auch Suchmaschinen nicht.

    Viele Grüße,
    Markus

    • Hallo Markus,
      da stimme ich dir zu 100% zu. Der Content ist der zentrale Punkt von dem alle Maßnahmen abgeleitet werden müssen. Langfristiger SEO Erfolg kann nur mit hochwertigen Inhalten erzielt werden.

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